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Die
Siamesen sind eine der ältesten und bekanntesten Rassekatzen. Wie der
Name schon andeutet, kommen diese Katzen aus Asien, Siam war die alte
Bezeichnung für das heutige Thailand. Dies Katzen müssen
schon damals durch ihre Eleganz und das einzigartige Wesen die
Menschen verzaubert haben, daher wurden sie ausschließlich im Königpalast
als hoch geachtete Haustiere gehalten. Die dunklen Markierungen wurden
früher als “Royal Points” bezeichnet, heute heißen diese kälteren
- damit dunkleren Körperteile – (Füße, Schwanz, Nasenbereich)
“points”. Alte Schriften besagen, dass diese Königskatzen eine
wichtige religiöse Rolle spielten; starb ein Mitglied der Familie,
wurde eine der Katzen auserkoren, die Seele des Verstorbenen weiterzuführen.
Jene Katzen, denen spirituelle Kräfte nachgesagt wurden, lebten fortan
in einem Tempel in höchstem Luxus, bedient von Mönchen und Priestern.
Die
ersten ‘offiziellen’ Siamesen, die 1884 nach Europa kamen, waren
laut Geschichte ein Geschenk des thailändischen Könighauses an den
britischen Generalkonsul Mr Gould. Es handelte sich um
ein weibliches und männliches Tier namens
Pho und Mia, die ein neues Zuhause bei Sir Goulds Schwester fanden.
Die ersten Nachkommen dieses Katzenpaares wurden 1885 in einer
Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace ausgestellt (siehe Photo).
Ende des achtzehnten Jahrhunderts wurden weitere wenige Tiere aus Siam
eingeführt. Diese Katzen formten den Grundstock der heutigen
Siamesenrasse. 1902 wurde der erste englische Liebhaberclub für
Siamesen gegründet. Schon wenige Jahre später gab es den ersten niedergeschriebenen
Rassestandart für Siamkatzen, in denen der Knickschwanz und Schielblick
als Echtheitsmerkmale gefordert wurden.
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